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Mai 18, 2021

Auf dem Weg zu einer Kreislaufwirtschaft

  Gesammelt von myLIFE team myINVEST März 16, 2021 39

Wir leben in einer linearen Welt. Wir gewinnen Rohstoffe aus der Erde und verarbeiten sie zu Produkten, die wir schließlich nach dem Gebrauch wegwerfen. Es wird immer offensichtlicher, dass dieses Konsum- und Wegwerfmodell nicht nachhaltig ist. Wir verbrauchen die Ressourcen unseres Planeten in einem Tempo, in dem sich die Natur nicht regenerieren kann. Der Ruf nach einem gemeinsamen Wechsel zu einer stärker kreislauforientierten Wirtschaft wird lauter.

Gemäß der Ellen-MacArthur-Stiftung, einer gemeinnützigen Organisation, die sich an vorderster Front für den Umstieg auf eine Kreislaufwirtschaft einsetzt, beruht eine Kreislaufwirtschaft auf den Grundsätzen, durch entsprechende Planung Abfall und Umweltverschmutzung zu vermeiden, die Produkte und Werkstoffe weiter zu nutzen und natürliche Systeme zu regenerieren1. Um dies zu erreichen, bedarf es einer großflächigen Umgestaltung der Industrie, einer allmählichen Entkoppelung der Wirtschaftstätigkeit vom Verbrauch endlicher Ressourcen. Das Kreislaufmodell verändert die Wertschöpfung und -erhaltung, da es alle Phasen des Lebenszyklus von Waren berücksichtigt und ein nachhaltigeres Konsumverhalten fördert.

Die lineare Wirtschaft

Unser aktuelles Wirtschaftssystem ist nicht auf die natürlichen Systeme der Erde abgestimmt (die wir damit an ihre Grenzen bringen). Nach groben Schätzungen von Sir Partha Dasgupta2 würden wir rund 1,6 Erden benötigen, um unsere derzeitigen Ansprüche auf nachhaltige Weise zu befriedigen. Das Global Footprint Network betrachtet das Problem aus zeitlicher Sicht und berechnet jedes Jahr den „Erdüberlastungstag“ (Earth Overshoot Day). Das ist der symbolische Kalendertag, ab dem der Ressourcenverbrauch der Menschheit in einem Jahr die Regenerationsfähigkeit der Erde in Bezug auf die jeweiligen Ressourcen in diesem Jahr überschreitet. 2020 war dieser Tag der 22. August.

Aktuell gewinnen wir Ressourcen, produzieren Waren (manchmal sogar mit geplanter Obsoleszenz, damit sich die Verbraucher regelmäßig neue, aktuelle Modelle kaufen und der laufende Umsatz gesichert ist), nutzen und entsorgen diese. Der Abfall, der bei diesem Zyklus anfällt, wird wieder in die Biosphäre eingebracht, wodurch es dieser schwerer fällt, die Grundleistungen zu erbringen, auf die wir angewiesen sind.

Das lineare Modell

Das führt zu einer Vielzahl unerwünschter Folgen wie Umweltverschmutzung, Verlust von Artenvielfalt, Klimawandel und Extremwetterlagen. Der Konflikt zwischen unserem Wirtschaftssystem und dem natürlichen System hat Geologen zu der Warnung veranlasst, dass wir das Holozän (das Zeitalter, in dem wir über 10.000 Jahre gelebt haben, das unsere Zivilisation hervorgebracht hat) hinter uns gelassen haben und uns nun im Anthropozän befinden – in dem Zeitalter, in dem der Mensch zum wichtigsten Einflussfaktor auf die Erde geworden ist3. Wissenschaftler gehen davon aus, dass uns noch rund zehn Jahre bleiben, um unser Verhalten zu ändern. Sonst könnte es zu spät sein.

Das Problem ist zum Großteil auf unser wichtigstes Maß für den wirtschaftlichen Erfolg, das Bruttoinlandsprodukt (BIP), zurückzuführen.

Das Problem ist zum Großteil auf unser wichtigstes Maß für den wirtschaftlichen Erfolg, das Bruttoinlandsprodukt (BIP), zurückzuführen. Im Februar 2021 veröffentlichte Dasgupta einen wegweisenden Bericht,4 in dem er für eine andere wirtschaftliche Betrachtung der Natur plädiert. Er weist darauf hin, dass das BIP die Wertminderung von Vermögenswerten, einschließlich der Natur, nicht berücksichtigt, und uns deshalb darin bestärkt, nach einem nicht nachhaltigen Wirtschaftswachstum und einer nicht nachhaltigen Entwicklung zu streben. Der Bericht ist der erste Schritt, um der Natur als unserer wertvollsten Ressource einen zahlenmäßigen Wert beizumessen.

Die Kreislaufwirtschaft

In einer Kreislaufwirtschaft wird Wachstum neu definiert, sodass positive Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft im Vordergrund stehen. Das Abfallaufkommen wird soweit wie möglich verringert, indem während des Planungsprozesses die gesamte Lebensdauer von Werkstoffen berücksichtigt und eine stärkere Wiederverwendung und Wiederverwertung gefördert werden. Beim Kreislaufprinzip wird versucht, eine übermäßige Nutzung natürlicher Ressourcen zu vermeiden, und es wird durch den Umstieg auf erneuerbare Energiequellen unterstützt. Die Europäische Kommission identifiziert neun Verhaltensweisen oder Grundsätze5, die auf Englisch mit dem Buchstaben „R“ beginnen und zu einer Kreislaufwirtschaft beitragen werden. Wir erläutern diese nachstehend an einigen einfachen Beispielen.

GrundsatzBeschreibung
Verzichten
(Refuse)
Ein Produkt überflüssig machen, indem auf seine Funktion verzichtet oder die gleiche Funktion durch gänzlich andere (z. B. digitale) Produkte oder Dienstleistungen angeboten wird

Beispiel: Die BIL versendet Kontoauszüge elektronisch anstatt in gedruckter Form per Post, wobei Papier, Druckfarbe, Plastikfenster für die Briefumschläge, Kraftstoff für den Postzusteller usw. notwendig wären.
Umdenken
(Re-think)
Die Nutzungsintensität eines Produkts wird gesteigert (z. B. indem man das Produkt als Dienstleistung anbietet, durch Wiederverwendung und Sharing-Modelle oder indem multifunktionale Produkte auf den Markt gebracht werden)

Dank Uber und anderen Car-Sharing-Unternehmen haben weniger Stadtbewohner das Bedürfnis, ein Auto zu besitzen. Dadurch verringert sich die Zahl der hergestellten Autos, die längerfristig ungenutzt herumstehen.
Einsparen
(Reduce)
Ein Produkt wird effizienter hergestellt oder genutzt, indem weniger natürliche Ressourcen und Werkstoffe verbraucht werden

Faith In Nature hat vor Kurzem ein „superkonzentriertes“ Spülmittel vorgestellt, das den Wasseranteil in der Lösung verringert. Das bedeutet, dass kleinere Kunststoffverpackungen benötigt werden und die Kunden weniger verwenden müssen.
Wiederverwenden
(Re-Use)
Ein Produkt, das sich noch in einem guten Zustand befindet und seinen ursprünglichen Zweck erfüllt (und nicht zum Abfall zählt), wird für den gleichen Zweck wiederverwendet, für den es konzipiert wurde. Wichtige Voraussetzungen für die Wiederverwendbarkeit von Waren und Bauteilen sind die Standardisierung von Komponenten, Schnittstellen und Werkstoffen sowie die zerstörungsfreie Sammlung gebrauchter Produkte

Beispiel: Das standardisierte Ladegerät für Mobiltelefone, für das sich die Europäische Kommission einsetzt.
Reparieren
(Repair)
Ein defektes Produkt reparieren und instand setzen, damit es wieder in seiner ursprünglichen Funktion verwendet werden kann

Patagonia bietet seinen Kunden die kostenlose Ausbesserung von Jacken an, um den Produktlebenszyklus zu verlängern.
Wiederaufarbeiten
(Refurbish)
Ein altes Produkt wiederherstellen und auf den aktuellen Stand bringen (entsprechend einem geforderten Qualitätsniveau)

Fairphone gibt seinen Kunden die Möglichkeit, ihr Smartphone zu aktualisieren, indem sie neue Versionen einzelner Bauteile anstatt eines komplett neuen Geräts kaufen. Sie können beispielsweise eine neue Kamera für Ihr altes Smartphone kaufen und installieren.
Aus Recyclingmaterial fertigen
(Remanufacture)
Teile eines entsorgten Produkts werden für ein neues (neuwertiges) Produkt mit der gleichen Funktion verwendet

Canon verwendet den Ansatz kaskadierender Systeme, um den Ressourcenwert zu erhalten und der Fertigung aus recycelten Werkstoffen, der Wiederverwendung von Komponenten und der Wiederverwertung Vorrang einzuräumen. Hierzu werden Altgeräte vom Markt zurückgenommen, zur Neufertigung eingesetzt und mit der gleichen hochwertigen Garantie wie die ursprünglichen Produkte wieder verkauft.
Umfunktionieren
(Repurpose)
Ein nicht mehr benötigtes Produkt oder dessen Bestandteile werden für ein neues Produkt mit einer anderen Funktion genutzt

Die Schuhmarke Timberland arbeitete mit dem Reifenhersteller Omni United zusammen, um aus Altreifen Schuhsohlen herzustellen.
Wiederverwerten
(Recycle)
Werkstoffe werden aus Abfällen rückgewonnen, um diese zu neuen Produkten, Werk- oder Inhaltsstoffen für den ursprünglichen oder einen anderen Zweck zu verarbeiten

Das Unternehmen Nespresso, das stark in die Kritik geraten war, weil seine Kapseln ein so hohes Abfallaufkommen verursachten, richtete ein eigenes Rücknahmesystem ein. Eine Smartphone-App hilft Ihnen dabei, die nächstgelegene Sammelstelle zu finden.

Quelle: Europäische Kommission, BIL

Die Kreislaufwirtschaft und CO2-Emissionen

Angesichts der drohenden Klimakatastrophe haben sich Regierungen weltweit dazu verpflichtet, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Bislang ist jedoch noch weitgehend unklar, wie genau man die Emissionen auf netto null reduzieren will. Ein gerade vom Weltwirtschaftsforum veröffentlichter Artikel6 begann mit den folgenden zwei Aussagen:

  • Netto-Null-Emissionen lassen sich nicht allein durch die Dekarbonisierung der Energiewirtschaft erreichen.
  • Es ist ein Kreislaufansatz vonnöten, um die Klimaziele innerhalb der nächsten zehn Jahre zu verwirklichen.

Aus Studien der Ellen-MacArthur-Stiftung7 geht hervor, dass sich die Treibhausgasemissionen durch eine Umstellung auf erneuerbare Energieträger nur um 55 % senken lassen. Eine Kreislaufwirtschaft hingegen könnte, unterstützt durch eine Umstellung auf erneuerbare Energien, dabei helfen, „die unberücksichtigten 45 % der Emissionen zu senken, indem der Herstellungsprozess und die Nutzung von Waren ins Visier genommen werden“. Und es sind nicht nur die CO2-bezogenen Ziele, deren Verwirklichung behindert werden könnte, wenn wir nicht zu einem stärker kreislauforientierten Wirtschaftsmodell übergehen. Inger Andersen, Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, äußerte sich wie folgt: „Ein Kreislaufansatz, nachhaltiger Konsum und eine nachhaltige Produktion sind für die Einhaltung jedes multilateralen Vertrags unverzichtbar – angefangen bei den Zielen für eine nachhaltige Entwicklung über das Pariser Abkommen bis zu dem nach 2020 anstehenden weltweiten Rahmenabkommen über die Artenvielfalt, das wir demnächst vereinbaren müssen. Sie sind wesentliche Bestandteile einer nachhaltigen Erholung von der Pandemie.“

Aufsichtsbehörden legen die Rahmenbedingungen fest

Wenn Sie „Das Dilemma mit den sozialen Medien“ auf Netflix gesehen haben, erinnern Sie sich wahrscheinlich an das ernüchternde Zitat von Justin Rosenstein, einem ehemaligen technischen Leiter bei Facebook, am Ende des Films:

In unserer Welt ist ein Baum finanziell tot mehr wert als lebendig. Ein Wal ist tot mehr wert als lebendig. Solange unsere Wirtschaft so funktioniert und Firmen so unreguliert sind, werden sie weiterhin Bäume zerstören, die Erde ausbeuten …

Das Kreislaufprinzip, so scheint es, könnte der nächste Regulierungsschwerpunkt werden, und Europa steht an der Spitze dieser Entwicklung.

Jede Änderung des Wirtschaftsverhaltens muss durch Regulierungsmaßnahmen herbeigeführt werden, denn das Modell, nach dem wir fast 150 Jahre gelebt haben, ist tief in uns verwurzelt. Das Kreislaufprinzip, so scheint es, könnte der nächste Regulierungsschwerpunkt werden, und Europa steht an der Spitze dieser Entwicklung.

Die EU hat ihren Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft8 bereits im letzten März verabschiedet. Er ist darauf ausgerichtet, nachhaltige Produkte in der EU zum Standard zu machen, Verbraucher und Einkäufer aus dem öffentlichen Sektor zu stärken und für eine Verringerung des Abfallaufkommens zu sorgen. Hierzu konzentriert er sich auf die Bereiche, in denen die meisten Ressourcen verbraucht werden und die ein hohes Potenzial für den Kreislaufansatz aufweisen, beispielsweise: Elektronik, Informations- und Kommunikationstechnologie; Batterien und Fahrzeuge; Verpackung; Kunststoffe; Textilien; Baugewerbe und Gebäude; Lebensmittel und Wasser. Dieser Maßnahmenplan stellt einen der zentralen Pfeiler des europäischen Grünen Deals dar, und der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft gehört zu den sechs Umweltzielen aus der Taxonomie-Verordnung der EU, die am 12. Juli 2020 in Kraft trat.9

Im Februar dieses Jahres haben die Europäische Kommission und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen die Globale Allianz für Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz (GACERE) ins Leben gerufen. GACERE bringt Regierungen mit den relevanten Netzwerken und Organisationen an einen Tisch, um weltweit Impulse für Initiativen im Zusammenhang mit dem Übergang zur Kreislaufwirtschaft, Ressourceneffizienz sowie nachhaltigem Konsum und einer nachhaltigen Produktion zu setzen.

Was den Osten angeht, so fand im März dieses Jahres der Nationale Volkskongress – das oberste Gesetzgebungsorgan – in China statt, anlässlich dessen der 14. Fünfjahresplan vorgestellt wurde. Umweltprioritäten sind im gesamten Plan ersichtlich, und es gibt auch Elemente der Zirkularität, zum Beispiel die Beseitigung großer Abbruch- und Bauprojekte zugunsten der Erneuerung von älteren Stadtteilen. China nimmt bereits seit rund zehn Jahren eine weltweite Führungsrolle bei der Förderung einer Rückführung von Abfallstoffen in den Wirtschaftskreislauf ein, indem es Ziele vorgibt und Richtlinien sowie finanzielle Maßnahmen und Gesetze beschließt.

Auswirkungen für Anleger

Da Produkte mit Bezug zu Umwelt, sozialen Themen und Unternehmensführung (ESG) bereits zum Mainstream gehören, könnten Anlagen in Finanzinstrumenten im Zusammenhang mit der Kreislaufwirtschaft die nächste Stufe für Anleger darstellen, die „mit ihrem Geld etwas Sinnvolles bewirken“ möchten. Eine Abkehr von den Systemen, die im Laufe der Zeit entstanden sind, um die lineare Wirtschaft zu unterstützen, wird nicht leicht werden. Regierungen können zwar Vorschriften erlassen, aber Unternehmen, Anleger, Finanzinstitute und Verbraucher müssen alle ihren Teil beitragen. Wenn wir die Grundsätze der Kreislaufwirtschaft in einem Maßstab umsetzen wollen, wie er zur Bekämpfung des Klimawandels notwendig ist, wird das eine enorme Herausforderung. Eine Herausforderung, die ressourcen- und kapitalaufwändig ist, da sie die Energiewende und eine grundlegende Umstrukturierung fast aller industriellen Prozesse beinhaltet. In einer Kreislaufwirtschaft geht es aber nicht nur darum, Umweltprobleme zu beheben, sondern sie wird auch eine Vielzahl von Chancen für Anleger bieten, die sowohl Gewinne erzielen, als auch etwas Gutes tun möchten. Einige Anbieter haben bereits begonnen, Fonds ins Programm aufzunehmen, denen mit der Kreislaufwirtschaft verbundene Unternehmen zugrunde liegen. Unserer Ansicht nach wird dieses Anlagethema in naher Zukunft deutlich an Dynamik gewinnen – vor allem, wenn die Aufsichtsbehörden den Druck erhöhen.


1 Ellen-MacArthur-Stiftung – What is the circular economy? https://www.ellenmacarthurfoundation.org/circular-economy/what-is-the-circular-economy
2 Sir Partha Dasgupta wurde vom britischen Finanzminister beauftragt, eine unabhängige weltweite Studie durchzuführen, um die wirtschaftlichen Vorteile der Artenvielfalt und die wirtschaftlichen Kosten ihres Verlusts zu bewerten.
3 Weltwirtschaftsforum – How the circular economy can help the climate https://www.weforum.org/agenda/2021/03/how-the-circular-economy-can-help-the-climate/ und The Atlantic – Geology’s Timekeepers are Feuding https://www.theatlantic.com/science/archive/2018/07/anthropocene-holocene-geology-drama/565628/
4 Der Dasgupta-Bericht – https://assets.publishing.service.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/962785/The_Economics_of_Biodiversity_The_Dasgupta_Review_Full_Report.pdf
5 Europäische Kommission – Categorisation System for the Circular Economy https://circulareconomy.europa.eu/platform/sites/default/files/categorisation_system_for_the_ce.pdf
6 Weltwirtschaftsforum – How the circular economy can help the climate https://www.weforum.org/agenda/2021/03/how-the-circular-economy-can-help-the-climate/
7 Ellen-MacArthur-Stiftung, Completing the Picture: How the Circular Economy Tackles Climate Change (2019) www.ellenmacarthurfoundation.org/publications
8 https://ec.europa.eu/environment/circular-economy/
9 https://ec.europa.eu/info/business-economy-euro/banking-and-finance/sustainable-finance/eu-taxonomy-sustainable-activities_en