Meine Finanzen, meine Projekte, mein Leben
November 28, 2022

Mehr Innovation in Ihrem KMU dank der InnovFin-Bürgschaft

  Gesammelt von myLIFE team myCOMPANY Februar 5, 2018 48

Innovation fördert Ihr Geschäft und den gesellschaftlichen Wandel und verändert die Welt. Sie ermöglicht es Startup-Unternehmen, sich durchzusetzen, und ist auch für fest etablierte KMU die Lösung, um Marktanteile zu halten oder zu wachsen. Aber selbst die besten Ideen lassen sich meistens nur mit Kapital verwirklichen. Und hier hakt es oft. Um Sie dabei zu unterstützen, aus Ihren innovativen Ideen Geschäftschancen zu machen, steht Ihnen insbesondere die InnovFin-Bürgschaft für KMU zur Verfügung, die von der Europäischen Investitionsbank (EIB) über den Europäischen Investitionsfonds (EIF) geleistet wird. Wir erklären Ihnen, wie es funktioniert.

Was ist die InnovFin-Bürgschaft?

Die Schaffung von Arbeitsplätzen, das Wachstum, die nachhaltige Entwicklung oder die Gesundheit sind alles Bereiche, in denen es ohne Innovation nicht vorangeht. Die 2014 von der EIB in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission ins Leben gerufene Initiative „InnovFin – EU-Mittel für Innovationen“ soll die Innovationstätigkeit in Europa durch den Einsatz eines breiten Spektrums von Finanzierungsarten wie Darlehen, Garantien und eigenkapitalähnlichen Finanzierungen ankurbeln. Das Ziel: innovativen Unternehmen leichter, schneller und zu akzeptablen Bedingungen Zugang zu Kapital ermöglichen, trotz der mit Innovationen verbundenen Risiken!

Eines der für diesen Zweck geschaffenen Produkte ist die InnovFin-Bürgschaft (InnovFin – Garantien für KMU), mit der Finanzvermittler, darunter auch luxemburgische Banken, innovative Unternehmen der Großregion fördern können. Und so funktioniert‘s: Die Bank, die einem unter InnovFin förderfähigen KMU oder Midcap-Unternehmen (mit mittlerer Börsenkapitalisierung) eine Finanzierung gewährt, erhält vom EIF einer Bürgschaft in Höhe von 50 % dieses Darlehens. Dies bedeutet, dass die Bank angesichts ihres geringeren Risikos eher bereit ist, Ihnen dieses Kapital bereitzustellen.

Hinter InnovFin steckt die Idee, den von den Banken getragenen Risikoanteil zu verringern, um im Gegenzug die Darlehen für Innovationsunternehmen, die von Natur aus risikoreicher sind, zu erhöhen.

Die betreffenden Maßnahmen umfassen Mittel zwischen 25.000 EUR und 7.500.000 EUR zur Finanzierung von:

  • materiellen und immateriellen Vermögenswerten,
  • Betriebsmittelkrediten,
  • Unternehmensübertragungen.

Bin ich förderfähig?

Um die InnovFin-Bürgschaft zu beanspruchen, muss Ihr Unternehmen mehrere Hauptkriterien und mindestens eines der Innovationskriterien erfüllen.

HAUPTKRITERIEN

Neben der Auflage, dass der Transaktionsbetrag zwischen 25.000 EUR und 7.500.000 EUR und die Dauer der Transaktion zwischen ein und zehn Jahren betragen müssen, muss Ihr Unternehmen:

  • ein KMU sein, und zwar mit einer Belegschaft, die unter 250 Vollzeitäquivalenten liegt, und einem Umsatz von unter 50 Mio. Euro oder einer Bilanzsumme von unter 43 Mio. Euro, oder
  • ein Midcap-Unternehmen mit einer Belegschaft von unter 499 Vollzeitäquivalenten sein.

Damit Ihr Unternehmen eine InnovFin-Bürgschaft bei einer Bank in Luxemburg beantragen kann, muss es seinen Sitz auf dem luxemburgischen Staatsgebiet oder in der Großregion haben. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass Sie zusammen mit Ihrem Kundenbetreuer abklären, ob Ihr KMU oder Midcap-Unternehmen förderfähig ist.

INNOVATIONSKRITERIEN

Die Innovationskriterien sollen vor allem gewährleisten, dass eine Bürgschaft tatsächlich für Zwecke vergeben wird, die mit den Zielen der InnovFin-Initiative vereinbar sind. Dies ist bei Ihnen der Fall, wenn Ihr Unternehmen mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt:

  • Das Unternehmen besteht seit weniger als 12 Jahren und sein Wachstum, gemessen in Vollzeitäquivalenten oder Umsatzzahlen, betrug im Durchschnitt mehr als 20 % jährlich über einen Zeitraum von 3 Jahren, wobei es zu Beginn der Beobachtungsperiode über mindestens 10 Vollzeitäquivalente verfügte.
  • Das Unternehmen ist seit weniger als 7 Jahren aktiv und die Kosten für Forschung und Innovation („FuI“) betragen mindestens 5% der Betriebskosten in mindestens einem der 3 Jahre vor der Beantragung des Kredits. Bei einem Startup-Unternehmen, d. h. einem Unternehmen in der Anfangsphase, das über keine historischen Finanzdaten verfügt, müssen die FuI-Kosten mindestens 5% der Betriebskosten im laufenden Geschäftsjahr betragen.
  • Das Unternehmen verpflichtet sich, mindestens 80% des Kredits in die FuI zu investieren, wie im Business-Plan angegeben. Der Rest muss zur Deckung der in diesem Zusammenhang entstehenden Kosten verwendet werden.
  • Das Unternehmen hat im Laufe der letzten 36 Monate von der EU Subventionen, Kredite oder Bürgschaften (Horizont 2020 oder FRP7 oder Eurostars) oder Unterstützung auf regionaler oder nationaler Ebene im Zusammenhang mit Innovation erhalten, vorausgesetzt der beantragte Kredit dient nicht der Finanzierung desselben Objekts.
  • Das Unternehmen hat von der Europäischen Union im Laufe der letzten 24 Monate einen Preis für Forschung und Entwicklung bzw. Innovation erhalten.
  • Das Unternehmen hat in den letzten 24 Monaten mindestens ein Patent angemeldet und der aufgenommene Kredit dient der direkten oder indirekten Entwicklung dieses Patents.

Das Unternehmen ist ein KMU und hat in den letzten 24 Monaten eine Investition von einem Venture Capitalistoder einem Business Angelerhalten oder ein Aktionär des Unternehmens ist zum Zeitpunkt des Kreditantrags ein Venture Capitalist oder ein Business Angel.

Seit 2014 haben nicht weniger als 5.500 Unternehmen in 40 Ländern eine Finanzierung im Rahmen der InnovFin-Initiative im weiteren Sinne erhalten. Warum also nicht auch Ihr Unternehmen?

Seit 2014 haben nicht weniger als 5.500 Unternehmen in 40 Ländern eine Finanzierung im Rahmen der InnovFin-Initiative im weiteren Sinne erhalten. Warum also nicht auch Ihr Unternehmen? Informieren Sie sich bei Bankinstituten, die wie die Banque Internationale à Luxembourg an diesem Programm teilnehmen. Oder informieren Sie sich direkt auf der Website der EIB.

Auf geht‘s!