Meine Finanzen, meine Projekte, mein Leben
Juni 12, 2021

Private Finanzen: Wer sät, wird ernten!

Kennen Sie das Sprichwort „Man erntet, was man sät“? Und wenn dies auch für Ihre Finanzen gelten würde? myLIFE bezieht Stellung und schlägt Ihnen vor, die drei Bereiche Ihres Lebens zu berücksichtigen, in denen es unerlässlich ist, einen Teil seiner finanziellen Mittel zu investieren, um ein Leben entsprechend den eigenen Vorstellungen führen zu können.

In früheren Artikeln hat Ihnen myLIFE dabei geholfen, ein Haushaltsbudget zu erstellen, mentale Fallstricke zu vermeiden und Ihre Finanzen mit Ihrem Partner zu verwalten. Wir haben Ihnen auch eine Reihe von Tipps zum Sparen und Tipps, um Geld für den Ruhestand zurückzulegen, gegeben. Wir haben Ihnen sogar dabei geholfen, nur vermeintlich gute Angebote zu entlarven und einen Aktionsplan für den Schlussverkauf zu erstellen.

An dieser Stelle möchten wir Ihnen mehr als nur praktische Ratschläge geben und über die Erläuterung von kognitiven Verzerrungen, die Sie in Ihrem Kaufverhalten beeinflussen, hinausgehen. Wir möchten Ihnen einige wesentliche Grundsätze vorstellen, die Ihnen dabei helfen können, die Verwaltung Ihrer Finanzen selbst in die Hand zu nehmen, anstatt sie nur als notwendiges Übel hinzunehmen und darunter zu leiden. Hierfür haben wir uns auf Volksweisheiten sowie verschiedene säkulare und nicht säkulare Denkweisen gestützt, um einige Grundprinzipien in Bezug auf den Umgang mit Geld herauszuarbeiten, die man im Hinterkopf behalten sollte. Entscheiden Sie selbst, ob unsere Vorschläge zu Ihren Werten und Prioritäten passen!

In jedem Fall müssen wir zunächst feststellen, dass es eine beeindruckende Anzahl von Sprichwörtern und Lebensweisheiten gibt, die unser Handeln in Finanzfragen erhellen und leiten soll. Wir möchten hiervon nur einige nennen, wie „Strenge Rechnung, gute Freundschaft“, „Geld ist kein Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck“, „Geld allein macht nicht glücklich – aber es hilft ungemein“, „Geld ist ein guter Diener, aber ein schlechter Herr“, „Geldliebe ist die Wurzel allen Übels“, „Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz“, „Geld ist nicht alles“, „Geld kommt nicht von alleine“ oder „Geld wächst nicht auf Bäumen“.

Geld an sich ist weder gut noch schlecht. Das lässt sich im Hinblick auf seine Verwendung jedoch nicht behaupten. Denn der Wert von Geld ergibt sich lediglich daraus, dass es gegen Produkte oder Dienstleistungen eingetauscht werden kann.

Im Gegensatz zu Ihnen ist Geld unvoreingenommen

Geld an sich ist weder gut noch schlecht. Das lässt sich im Hinblick auf seine Verwendung jedoch nicht behaupten. Denn genau genommen ergibt sich der Wert von Geld lediglich daraus, dass es gegen Produkte oder Dienstleistungen eingetauscht werden kann. Geld aus reinem Selbstzweck zu horten, kann zwar für eine gewisse Genugtuung oder ein Gefühl der Sicherheit sorgen, aus rationaler Sicht hat dies jedoch keinen Sinn. Um sich davon zu überzeugen, genügt die Vorstellung, mit einem Koffer voller Geld allein auf einer einsamen Insel zu sein. Das Geld wird Ihnen nicht beim Überleben helfen. Mit diesem Wissen kann man genauer darüber nachdenken, welche Rolle Geld im eigenen Leben spielen soll.

Welche Projekte möchten Sie realisieren? Welche Bedürfnisse haben Sie und Ihre Familie? Mit welchem Ziel möchten Sie Geld investieren oder sparen ? Die Art und Weise, wie wir unser Geld ausgeben, ist überaus aufschlussreich und gibt Antworten auf diese Fragen. Eine objektive Betrachtung unserer Verhaltensweisen verdeutlicht uns, dass in Geldfragen unsere Taten nicht immer unseren Worten entsprechen. Wie dem auch sei, wenngleich Geld viele Emotionen auslösen und widersprüchliche Überzeugungen hervorrufen kann, so sind wir uns in unseren westlichen Gesellschaften doch einig, dass unsere Einstellung im Hinblick auf Geld unsere Lebensweise beeinflusst. Jeder von uns hat ein individuelles Verhältnis zu Geld. Lassen sich nun, ohne auf die Frage nach dem Stellenwert von Geld eine eindeutige Antwort zu geben, einige Grundprinzipien herausarbeiten, die uns dabei helfen können, unsere Finanzen im Einklang mit unserer Persönlichkeit und unseren Zielen zu verwalten? Die Antwort auf diese Frage lautet eindeutig „Ja“!

Erfüllen Sie zunächst Ihre Grundbedürfnisse

Unser Geld dient logischerweise in erster Linie und zu einem großen Teil dazu, unsere Grundbedürfnisse, wie etwa Nahrung, Unterkunft und Kleidung, zu befriedigen.

Schätzen Sie die Ausgaben für diese Grundbedürfnisse und ermitteln Sie, welcher Anteil Ihrer finanziellen Mittel nötig ist, um sie auf angemessene Weise zu erfüllen. Verwechseln Sie hierbei jedoch nicht Bedürfnisse und Wünsche. Denn Sie sind zwar auf Nahrung angewiesen, doch Unmengen an Süßigkeiten und tägliche Restaurantbesuche sind vielleicht etwas zu viel des Guten. Gleichfalls brauchen Sie zwar Kleidung, aber ein neues Haute-Couture-Kostüm dürfte verzichtbar sein, wenn Ihr Kleiderschrank bereits aus allen Nähten platzt.

Der Mensch ist ein kompliziertes Wesen, da er mehr vom Leben erwartet als nur die Befriedigung lebenswichtiger Grundbedürfnisse.

Die Grundbedürfnisse beschränken sich allerdings nicht auf rein materielle Dinge. Der Mensch ist ein kompliziertes Wesen, da er mehr vom Leben erwartet als nur die Befriedigung lebenswichtiger Grundbedürfnisse. Er hat nicht nur körperliche, sondern auch geistige Bedürfnisse und verlangt nach persönlichen Beziehungen sowie kultureller oder spiritueller Nahrung. Hierfür sind manchmal ebenfalls finanzielle Mittel vonnöten.

Unsere Empfehlung für diesen ersten Teilbereich lautet, eine Liste mit Grundbedürfnissen zu erstellen, diese dann nach ihrer Wichtigkeit zu ordnen und festzulegen, wie Sie diese Bedürfnisse befriedigen können. Sie sollten dann in jene Dinge investieren, die wirklich Ihren Bedürfnissen entsprechen, und zwar unabhängig davon, worum es sich dabei handelt. Denken Sie jedoch daran, Ihre finanziellen Mittel nicht vollständig auszuschöpfen.

Investieren Sie anschließend in Ihre Zukunft

Das Leben beschränkt sich nicht ausschließlich auf die Befriedigung kurzweiliger Grundbedürfnisse. Es besteht auch aus Träumen und Projekten, die, um eines Tages realisiert werden zu können, mitunter nach Zeit und erheblichen finanziellen Mittel verlangen. Hierzu gehören etwa ein Eigenheim, Fortbildungen für die berufliche Weiterentwicklung, ein sorgenfreier Ruhestand, eine Weltreise oder die Bildung eines Vermögens, das man der eigenen Familie vererben kann.

Nachdem Sie sich um Ihre Grundbedürfnisse gekümmert haben, sollten Sie darüber nachdenken, wie Ihre Finanzen zur Realisierung Ihrer Projekte beitragen können. Wie stellen Sie sich Ihr Leben in der Zukunft vor? Nehmen Sie nicht einfach zahlreiche Projekte in Angriff, sondern fragen Sie sich, ob mit diesen dasselbe Ziel verfolgt wird. Denn mehr als ein Ziel anzustreben führt in der Regel zu Unstimmigkeiten und Effizienzverlust. Legen Sie fest, welchen Teil Ihrer Ressourcen Sie vorzugsweise für die schrittweise Umsetzung jener Projekte nutzen wollen, die im Zeichen Ihres Plans stehen. Zögern Sie nicht, bei Bedarf die Hilfe eines Experten für Anlagen und Sparpläne in Anspruch zu nehmen, der Sie dabei unterstützen kann, eine Strategie zu wählen, die im Einklang mit Ihren Zielen steht.

In Bezug auf diesen zweiten Teilbereich empfehlen wir Ihnen, regelmäßig einen Teil Ihrer finanziellen Mittel entsprechend Ihren Zukunftswünschen zu investieren. Legen Sie genau fest, wie groß dieser Teil ist und wofür er verwendet werden soll.

Erfüllen Sie sich schließlich Herzenswünsche

Sie wissen nun, welche finanziellen Mittel für die Erfüllung Ihrer Grundbedürfnisse und Ihre Zukunftsprojekte erforderlich sind? Dann können Sie Ihr verbleibendes Geld nun für Dinge verwenden, die Ihnen am Herzen liegen – und zwar mit wem und wo auch immer Sie möchten. Schließlich besteht das Leben auch aus Entspannung und kleinen Annehmlichkeiten, die zwar nicht lebensnotwendig sind, den Alltag jedoch verschönern.

Spenden Sie ohne Zwang und ohne Reue entsprechend Ihren finanziellen Möglichkeiten. Sie werden mit Freude feststellen, dass Geld nicht das Wichtigste in Ihrem Leben ist und Sie der Herr Ihrer Finanzen sind.

Wenn es Ihnen mehr Freude bereitet, zu geben statt zu nehmen, können Sie einen Teil Ihres Vermögens jenen schenken, die Ihnen am Herzen liegen oder bedürftig sind. Spenden Sie ohne Zwang und ohne Reue entsprechend Ihren finanziellen Möglichkeiten. Sie werden mit Freude feststellen, dass Geld nicht das Wichtigste in Ihrem Leben ist und Sie der Herr Ihrer Finanzen sind. Großzügigkeit ist eine lohnende Investition im Hinblick auf die persönliche Entfaltung.

Unsere Empfehlung für diesen letzten Teilbereich lautet daher: Investieren Sie einen Teil Ihrer finanziellen Mittel in Dinge, die Ihnen am Herzen liegen, die Sie berühren oder inspirieren.

All diese Überlegungen sollen Ihnen letztendlich dabei helfen, Ihre finanziellen Mittel so einzusetzen, dass Sie ein Leben entsprechend Ihren eigenen Vorstellungen führen können. Finden Sie das richtige Gleichgewicht zwischen augenblicklichen Bedürfnissen, Zukunftsprojekten und Herzensangelegenheiten, ohne sich dabei in der Reihenfolge Ihrer Prioritäten zu irren. Unabhängig davon, wie Ihre persönlichen Prioritäten auch lauten mögen, achten Sie darauf, nie so viel in einen Teilbereich zu investieren, dass in den anderen beiden Bereichen Geld fehlt.