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Juni 25, 2022

Clevere Strategien für das Sparen im Alltag – auf lange Sicht

Kleine Änderungen können viel bewirken. Das gilt insbesondere für Ihre Finanzen, denn wenn Sie hier und da ein wenig Geld zurücklegen, können im Laufe der Zeit durchaus größere Summen zusammenkommen. Geld auszugeben ist immer verlockender, als zu sparen. Doch wenn man sieht, wie sich kleine, tägliche Ersparnisse langfristig summieren können, ist das vielleicht ein Ansporn, regelmäßig Geld beiseite zu legen. Hier sind sechs Ideen, die Sie ausprobieren können.

Kontrollieren Sie Ihre Ausgaben

Mit Apps für die persönlichen Finanzen ist es viel einfacher, den Überblick über Ihre täglichen Ausgaben zu behalten. Sie helfen Ihnen dabei, aktuelle Transaktionen zu erfassen, ein monatliches Budget einzuhalten oder Abonnements zu verwalten, und erinnern Sie an fällige Steuerzahlungen. Darüber hinaus können sie die Entwicklung Ihrer Ausgaben analysieren und Ihnen verstehen helfen, wohin der Löwenanteil Ihres Geldes fließt.

Im Ausland gibt es sogar einige Apps, die Ihr Kleingeld auf ein Spar- oder Anlagekonto einzahlen. Sie runden bei jedem Ihrer Einkäufe auf den nächsten Euro auf und überweisen die Differenz automatisch auf ein Bargeldkonto oder an ein Finanzanlageportfolio.

Wenn es Ihnen gelingt, mithilfe dieser kleinen Abzüge 200 Euro pro Monat zu sparen und das Geld zu 3 % angelegt wird, dann ergibt sich in 20 Jahren eine Summe von insgesamt 65.825 Euro, und Sie können etwas früher in Rente gehen.

Je nach Funktionsweise des Programms könnten sich die von Ihnen eingezahlten Beträge verdoppeln.

Nutzen Sie die betriebliche Altersvorsorge

Hier bekommen Sie im wahrsten Sinne des Wortes Geld geschenkt. Manche Arbeitgeber bieten Ihnen Zugang zu einer betrieblichen Altersvorsorge, in die sowohl Sie selbst als auch das Unternehmen einzahlen. Häufig sind diese Altersvorsorgeprogramme mit Steuerermäßigungen verbunden, d. h. jeder Ihrer Beiträge erhöht sich dadurch. Je nach Funktionsweise des Programms könnten sich die von Ihnen eingezahlten Beträge verdoppeln.

Solche Programme profitieren vom Zinseszinseffekt. 100 Euro, die im Alter von 20 Jahren angelegt und zu 3 % verzinst werden, wären im Alter von 60 Jahren 331,50 Euro wert, während die gleichen 100 Euro, wenn sie im Alter von 40 Jahren angelegt werden, 20 Jahre später nur einen Wert von 182 Euro hätten. Je länger Sie die Altersvorsorge vor sich herschieben, desto mehr müssen Sie anlegen, um im Ruhestand ein Ihren Bedürfnissen entsprechendes Einkommen zu erzielen.

Refinanzieren Sie Ihre Hypothek

Die Differenz zwischen festverzinslichen Hypothekendarlehen und dem variablen Zinssatz eines Kreditgebers kann beträchtlich sein. Kreditnehmern werden derzeit in einigen Ländern für einen bestimmten Zeitraum feste Zinssätze von 1,8% angeboten, während der normale variable Zinssatz mehr als 4,5% betragen kann.

Bei einer Hypothek in Höhe von 500.000 Euro mit einer Laufzeit von 25 Jahren kann das einen großen Unterschied bewirken: Bei der variablen Verzinsung werden jeden Monat 2.779 Euro fällig; beim festen Zinssatz sind monatlich 2.083 Euro zu zahlen.

Wenn es Ihnen gelingt, dieses Geld zu sparen, anstatt es auszugeben, dann kann Ihnen das beim langfristigen Vermögensaufbau helfen. Werden die 704 Euro, die Sie so jeden Monat sparen, zu 3% angelegt, kann sich daraus 25 Jahre später ein Gesamtbetrag von rund 311.074 Euro ergeben. Das ist mehr als genug für einen angenehmen Ruhestand und um sich eine ganze Reihe an Wünschen zu erfüllen.

Warten Sie auf Sonderangebote

Größere Anschaffungen sind nur selten dringend. Mit einem alten, abgewetzten Sofa können Sie sicher noch etwas länger leben und neue Küchengeräte brauchen Sie auch nicht sofort. Wenn Sie bis zu einem Schlussverkauf warten, bei dem mehrmals pro Jahr Rabatte auf diese Dinge gewährt werden, können Sie viel Geld sparen. Der Zeitpunkt solcher Schlussverkäufe ist in der Regel vorhersagbar. Sie finden meist nach Weihnachten bzw. zu Jahresbeginn und im Sommer statt.

Ein cleveres Einkaufsverhalten zahlt sich das gesamte Jahr über aus. Mit dem Internet ist es viel einfacher geworden, den günstigsten Preis für einzelne teure Produkte wie Fernseher, Computer, Möbel oder Haushaltsgeräte zu finden.

Es liegt nahe, dass die Geschäfte vor der Weihnachtszeit die Preise für Winterkleidung und im Sommer die Preise für Bademode erhöhen. Meist ist es günstiger zu kaufen, wenn die Nachfrage niedriger ist.

Sofern möglich, lohnt es sich immer, Artikel außerhalb der Saison zu erwerben. Es liegt nahe, dass die Geschäfte vor der Weihnachtszeit die Preise für Winterkleidung und im Sommer die Preise für Bademode erhöhen. Meist ist es günstiger zu kaufen, wenn die Nachfrage niedriger ist.

Vermeiden Sie Impulskäufe

Online-Shopping ist eine Gefahr für den sorgsamen Umgang mit Geld. Es ist zu einfach, Dinge zu kaufen, ohne vorher genau darüber nachzudenken, oder weil man gerade einen schlechten Tag hatte. Wenn möglich, sollten Sie 48 Stunden abwarten, bevor Sie sich endgültig zum Kauf entscheiden. Dann haben Sie die Möglichkeit, zu überlegen, ob Sie den Artikel wirklich brauchen oder ob es nicht besser wäre, das Geld zu sparen.

Darüber hinaus empfehlen Finanzexperten, die Daten Ihrer Zahlungskarten nicht auf Computern oder anderen Geräten zu speichern. Das mag vielleicht effizienter sein, macht es Ihnen aber auch viel einfacher, Geld auszugeben. Je mehr Zeit Sie haben, um über einen Kauf nachzudenken, desto besser.

Behalten Sie Ihre Lastschriften im Blick

Das Lastschriftverfahren ist zwar eine bequeme Zahlungsart, doch Lastschriften bestehen manchmal weiter, obwohl das damit erworbene Produkt längst nicht mehr verwendet wird. Vielleicht zahlen Sie noch Versicherungsbeiträge für Mobiltelefone, die Sie schon längst durch ein neues Modell ersetzt haben, oder Ihre Abonnements für Dienste, die Sie überhaupt nicht mehr nutzen, laufen einfach weiter.

Das kostet Sie möglicherweise nur 10 oder 20 Euro monatlich hier und da, aber in der Summe sind das Geldbeträge, für die Sie eine wesentlich bessere Verwendung hätten. Schon 50 Euro pro Monat können dazu beitragen, einen beträchtlichen Betrag anzusparen, wenn sie lange genug angelegt werden.

Die meisten Bankkonten bieten Ihnen die Möglichkeit, eine Liste der Lastschriften einzusehen, die von Ihrem Konto abgehen. Stornieren Sie alle, mit denen Sie für Dinge zahlen, die Sie nicht mehr verwenden. Das kann unangenehm sein, aber wenn Sie sehen, wie viel Geld Sie in den letzten Jahren verschwendet haben, dann motiviert Sie das vielleicht zum Handeln und sorgt dafür, dass Sie künftig besser aufpassen.

Beim Vermögensaufbau geht es vor allem darum, gute Angewohnheiten im Umgang mit Geld zu entwickeln. Wenn Ihre Ersparnisse erst einmal zu wachsen beginnen, kann das ein starker Ansporn zum Weitersparen sein. Es dauert eine gewisse Zeit, bis einem diese Angewohnheiten in Fleisch und Blut übergehen, doch schon kleine Schritte können viel bewirken.

Geld auszugeben ist immer verlockender, als zu sparen. Doch wenn man sieht, wie kleine Ersparnisse langfristig zu größeren Summen anwachsen, kann das ein starker Ansporn sein, regelmäßig Geld zur Seite zu legen.